Kennzeichnung von „Gen-Food“ – eine Sicherung für Konsumenten?

Nach unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist wohl eher davon auszugehen, daß genmanipulierte Nahrung mit einem höheren Gesundheitsrisiko belastet ist als natürliche Nahrung. Lobbyisten behaupten, Vorbehalte gegen sogenannte „Gen-Food“ seien nur eine übliche Reaktion „gegen alles Neue“. Schliesslich habe man beispielweise auch schon bei der Erfindung der Eisenbahn Angst vor deren Folgen gehabt. Keineswegs ist das so. So eine Aussage spricht mehr für Leute, die offensichlich nicht wissen wovon sie reden.
Anders als bei mechanischen Fehlkonstruktionen sind genetische Manipulationen tiefgreifende biologische Langzeitwirkungen die nicht mehr zurückgedreht werden können.

Das beruht auf der sich jeder Kontrolle entziehenden, und sich selbst aufrecht erhaltenden, biologischen Reproduktion. Übertragen auf Maschinenbau ist das vergleichbar, als wenn sich dort intelligente Roboter ständig, dabei stets verbessert angepasst, selbst zusammensetzen könnten. Die von Gen-Manipulateuren rein willkürlich erzeugten Erbänderungen sind somit auch nicht mehr verschrottbar (nicht rückreuzbar). Da biologische Vorgänge unsichtbar ablaufen und sich deren Auswirkungen auch erst schleichend entwickeln, werden sie zudem leicht unterschätzt. Im Nahrungsbereich können sich solche Folgen erst einmal über schleichend erhöhte Allergie-Raten oder allgemeine Nahrungsunverträglichkeiten (toxische Effekte) bemerkbar machen.

Stets redet man hier zudem nur von den veränderten Genen als Verbrauchsprodukt. Das ist aber ebenfalls irreführend.

Toxikologisch (schädigend) wesentlich sind erst die von dem manipulierten Genmaterial produzierten neuen Substanzen, nicht das Genmaterial (DNA) selbst.

Wenn man das Erbmaterial einer Pflanze manipuliert (Fachleute sagen dazu, die DNA in ihrer Nucleotid-Sequenz ändert) so produziert dieses auch andere Proteine (Eiweiße) als die natürlichen. Genmanipulierte Nahrungspflanzen enthalten somit unvermeidlich stets einen Anteil neuer Proteine, die keine natürlichen Stoffe darstellen. Aus solchen Pflanzen hergestellte Nahrung enthält daher stets eine gewisse Menge an Fremdstoffen.

Über die schädigenden Eigenschaften dieser für den menschlichen Stoffwechsel neuen Stoffe ist aber meist wenig oder nichts bekannt. Das ist somit vergleichbar als wenn der Nahrung von außen neue unbekannte chemische Stoffe zugesetzt würden.

Unser Körperstoffwechsel ist aber evolutionär nur auf Nutzung natürlicher (d.h. für uns evolutionskonformer) Nahrung eingestellt. Genmanipulateure behaupten, daß die neuen Substanzen in der Nahrung harmlos seien und verweisen insbesondere auf deren nur geringen Gehalt. Folglich sei auch ein Risiko nur sehr gering. Auch das ist irreführend. Allergien sind bekanntlich solche Art biologischer Körperreaktionen, die bereits auf einen Kontakt mit kleinsten Mengen an Fremdsubstanzen erfolgen. Medizinisch charakterisiert das ja gerade eine Alllergie.

Warum sollte somit nun ein Konsument freiwillig ein neues Gesundheitsrisiko mit einem Kunstprodukt auf sich nehmen, wenn er das mit natürlicher (evolutionskonformer) Nahrung umgehen kann?

In jedem Falle ist es ja noch die freie Wahl eines Konsumenten, ob er ein Risiko mit genmanipuliert kontaminierter Nahrung auf sich nehmen will, d.h. noch selbst über seine eigene Gesundheit zu entscheiden. In diesem Sinne ist eine Kennzeichnung genmanipulierter Nahrung nichts weiter als eine Selbstverständlichkeit, kein Entgegenkommen.